Samstag, 12. Februar 2011
Kleinkram.
Den leisen Stimmen in meinem Kopf schenke ich schon lange kein Gehör mehr. Erst fanden sie es lustig, dann beschimpften sie mich und jetzt haben sie sich unzufrieden in die hinterste Kammer zurückgezogen - sie haben es akzeptiert. Ihre Schreie sind verstummt. Sie schauen sich jetzt den Kampf in aller Ruhe durch das Schlüsselloch an. Nur mein gewaltbereites Ego und ich. Schläge ins Gesicht und in die Weichteile gehören zum Alltag dazu. Ich hatte mich noch nie gewehrt, weil ich allein' meinem Ego die Standhaftigkeit meiner Seele zu verdanken habe. Das fühlt sich an, als würde ich mitten im
Dienstag, 8. Februar 2011
Erbärmlich.
Sie will reden. Ich treffe mich mit ihr im Café. Sie wirkt etwas nervös und diese Nervosität lässt sie in meinen Augen viel attraktiver aussehen. Ich trink' gemütlich mein Wasser, sie rührt ihren Espresso nicht an. Sie fragt mich aus, doch mir ist klar, dass unser Treffen einen anderen Hintergrund hat. Ich schaue auf meine Uhr und mache ihr deutlich, dass sie endlich auspacken soll.
Sie: Du weißt, dass du mir immer noch nicht gleichgültig bist.
Ich: Davon bin ich ausgegangen.
Sie: Ich muss immer noch an dich denken.
Ich: Du hast einen Freund.
Sie: Er war nicht der Richtige.
Ich: Ich bin's auch nicht.
Sie: Ich will dich wieder öfters sehen.
Ich: Ich kann dir nichts versprechen.
Sie: Du bist ein Arsch.
Ich: Ich habe mich nicht geändert.
Sie: Ich bin dir egal?
Ich: Ich empfinde nichts für dich.
Sie: Für eine andere?
Ich: Komm mal klar.
Sie: Mein Bruder hat also nicht gelogen.
Ich: Was glaubst du, warum ich auf sei'm Geburtstag nicht anwesend war?
Sie: Du musstest lernen. Mutter hat nach dir gefragt.
Ich: Überhaupt nicht. Ich wollte dich nicht sehen. Genauer gesagt wollte ich nicht, dass du mich siehst. Richte deiner Mutter schöne Grüße aus.
Sie: Und warum bist du dann hier? Du willst mich doch nicht sehen.
Ich: Ich wollte es nur nochmals klarstellen.
Sie: Du wolltest mich also doch sehen... ansonsten wärst du jetzt nicht hier.
Ich: Ich gehe jetzt.
Sie: Einen Moment noch... hast du den Abend einfach verdrängt?
Ich: Wir waren betrunken. Ich war's auf alle Fälle.
Sie: Trotzdem hat es doch zwischen uns gefunkt.
Ich: Es war nur ein Kuss und ich habe mich am nächsten Tag sofort entschuldigt.
Sie: Es war nicht nötig.
Ich: Es war nicht ausreichend.
Sie: Was?!
Ich: Mach's gut.
Sie: Hassen sollte ich dich...
Ich: Du zahlst heute.
Sie: Du weißt, dass du mir immer noch nicht gleichgültig bist.
Ich: Davon bin ich ausgegangen.
Sie: Ich muss immer noch an dich denken.
Ich: Du hast einen Freund.
Sie: Er war nicht der Richtige.
Ich: Ich bin's auch nicht.
Sie: Ich will dich wieder öfters sehen.
Ich: Ich kann dir nichts versprechen.
Sie: Du bist ein Arsch.
Ich: Ich habe mich nicht geändert.
Sie: Ich bin dir egal?
Ich: Ich empfinde nichts für dich.
Sie: Für eine andere?
Ich: Komm mal klar.
Sie: Mein Bruder hat also nicht gelogen.
Ich: Was glaubst du, warum ich auf sei'm Geburtstag nicht anwesend war?
Sie: Du musstest lernen. Mutter hat nach dir gefragt.
Ich: Überhaupt nicht. Ich wollte dich nicht sehen. Genauer gesagt wollte ich nicht, dass du mich siehst. Richte deiner Mutter schöne Grüße aus.
Sie: Und warum bist du dann hier? Du willst mich doch nicht sehen.
Ich: Ich wollte es nur nochmals klarstellen.
Sie: Du wolltest mich also doch sehen... ansonsten wärst du jetzt nicht hier.
Ich: Ich gehe jetzt.
Sie: Einen Moment noch... hast du den Abend einfach verdrängt?
Ich: Wir waren betrunken. Ich war's auf alle Fälle.
Sie: Trotzdem hat es doch zwischen uns gefunkt.
Ich: Es war nur ein Kuss und ich habe mich am nächsten Tag sofort entschuldigt.
Sie: Es war nicht nötig.
Ich: Es war nicht ausreichend.
Sie: Was?!
Ich: Mach's gut.
Sie: Hassen sollte ich dich...
Ich: Du zahlst heute.
Dienstag, 1. Februar 2011
Unmoralisches Dilemma.
ALLES spricht dagegen. Die Kohle unter meinen Füßen ist nicht mehr so heiß. Der Schmerz hat entweder nachgelassen oder ich habe mich einfach daran gewöhnt. Ich weiß nicht so recht. Die Klingen, die mich abends bis in die Knochen schneiden, sind auch nicht mehr so scharf. Vielleicht ist das Gewebe auch einfach abgestorben. Ich weiß es nicht. Die Peitschen kitzeln eigentlich nur noch. Womöglich hat mein Gedächtnis keine Kraft mehr. Ich habe keine Ahnung. Das Kreuz an meinem Rücken fühlt sich nur noch wie ein Schulranzen an. Vermutlich rosten die Nägel allmählich durch. Ich bin ahnungslos. Die Schlinge um meinen Hals übt keinen Druck mehr aus und der Stuhl wackelt auch nicht mehr.
Und jetzt soll ich mich umdrehen? Salz auf die Wunden streuen? Die Kohle nochmal ordentlich anzünden? Die Klingen schärfen? Ein kürzeres Seil und einen dreibeinigen Stuhl auswählen?
Ja, ich bin DAFÜR. Und das weiß ich ganz genau!
Zeit heilt gar nichts. Zeit lässt nur vergessen. Wille heilt.
Und jetzt soll ich mich umdrehen? Salz auf die Wunden streuen? Die Kohle nochmal ordentlich anzünden? Die Klingen schärfen? Ein kürzeres Seil und einen dreibeinigen Stuhl auswählen?
Ja, ich bin DAFÜR. Und das weiß ich ganz genau!
Zeit heilt gar nichts. Zeit lässt nur vergessen. Wille heilt.
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